Nach seiner Short-Track-Goldmedaille bei den Mountainbike-EM in Melgaco in Portugal stand der Steirer Anatol Friedl erneut als Sieger auf dem Treppchen, sicherte sich auch den Titel im Olympischen Cross-Country. Maks Barret Maunz wurde starker Sechster. Schon Tags zuvor schrammte die Staffel u.a. mit den Steirern Max Foidl, Antonia Grangl, Maks Barret Maunz auf Platz 4 nur um 13 Sekunden an Bronze vorbei. Friedl, Maunz & Grangl sind im steirischen LLZ Landes-Leistungszentrum Radsport und beim Bikeclub GIANT Stattegg groß geworden!
Friedl, der bereits das Juniorenrennen im Short Track am Donnerstag gewann, zeigte erneut von Beginn an eine starke Leistung. In der ersten von sechs Runden behauptete er sich auf den ersten Positionen und behielt Platz eins stets im Auge. Zur Hälfte des Rennens versuchte er die ersten Attacken zu setzen und fuhr nach Runde vier auf die erste Position und löste sich von seinen Konkurrenten.
„Es war von Beginn an richtig gut. Ich bin sehr gut vom Start weggekommen und konnte mich schnell gut positionieren. Ab der zweiten Runde habe ich dann versucht zu attackieren und konnte so einen kleinen Vorsprung herausfahren“, beschrieb Friedl die erste Rennhälfte. Zehn Sekunde Vorsprung konnte er bereits auf den Italiener Federico Brafa und den späteren Dritten Iten Lewin aus der Schweiz herausfahren. Der Italiener schaffte es im Finale aber nochmals an den Österreicher heranzufahren. Die Entscheidung musste somit erneut im Zielsprint fallen. Friedl hatte hier klar die besseren Beine und sprintete souverän zu seinem zweiten Europameistertitel.
„Ich weiß, dass ich einen sehr starken Sprint habe und an den habe ich auch geglaubt und konnte es perfekt umsetzen. Dieser Titel bedeutet mir richtig viel. Das muss ich jetzt erst mal sacken lassen und realisieren, was das für eine Leistung war“, erklärte ein strahlender Doppeleuropameister. Sein Landsmann Barret Maunz zeigte ebenfalls eine fantastische Leistung. Nach kurzen Anfangsschwierigkeiten kam er im Laufe des Rennens immer besser in Schwung. Mit einer beeindruckenden Schlussrunde verbesserte er sich von einem Platz außerhalb der Top zehn noch auf den sechsten Endrang.
„Es war von Anfang an sehr schnell, vor allem die erste Runde. Es hat sich dann zwar etwas gelegt und ich war ganz gut positioniert. Ich hätte nur nach vorne fahren müssen., aber in diesem Moment habe ich mich nicht ganz so gut gefühlt. Ich musste gegen Ende hin viele Plätze gutmachen. Leider ist der Motor etwas zu spät angesprungen. Ich hätte mir schon etwas mehr erhofft“, zeigte sich der Steirer etwas enttäuscht. Trotzdem freute er sich mit dem Doppeleuropameister Friedl. Er hatte, wie viele andere auch, schon mit dem Grazer gerechnet. „Vor der EM haben wir alle gewusst, dass er der Favorit ist. Es ist richtig cool, dass er es jetzt in beiden Rennen zeigen konnte“, meinte der Sechstplatzierte.
(Foto: Armin Küstenbrück | Cycling Austria)